
Dealer wurde Opfer seiner eigenen Geschäftstüchtigkeit
Bielefeld (nw). Zwei Polizeibeamte aus Bayern, die ihren Urlaub in Bielefeld verbrachten, erlebten hier eine kuriose Geschichte. Sie standen am Sonntag, 29.Mai, gegen Mitternacht (in Zivil), an
der Bushaltestelle Bezirksamt an der Windelsbleicher Straße, um in die Innenstadt zu fahren.
Ein Mann sprach die beiden an. Er bahauptete, einer der Beamten habe geweitete Pupillen. Er hielt ihn für einen Synthetikdrogenkonsumenten und fragte nach, ob er Extasy-Pillen dabei hätte. Der Bus kam, und die Dreiergruppe stieg ein. Während der Fahrt ließ der Unbekannte nicht locker, und das wurde ihm zum Verhängnis. Er holte eine Plastiktüte hervor und bot den vermeintlichen Drogenkonsumenten Pillen an. Zuhause in seinem Bettpfosten habe er noch weitere 21 Pillen versteckt, sagte er.
Einer der Beamten reagierte sofort und ließ über den Busfahrer eine Streifenwagenbesatzung anfordern. Der Unbekannte hatte dies aber offensichtlich bemerkt und wollte plötzlich den Bus an der nächsten Haltestelle spontan verlassen. Die bayrischen Beamten zeigten ihm ihre Dienstausweise und erklärten dem Mann, dass sie ihn bis zum Eintreffen des Streifenwagens festhalten würden.
Als sie gemeinsam den Bus an der Brackweder Kirche verließen, wehrte sich der Mann plötzlich heftig und schlug und kratzte um sich. Den Beamten gelang es jedoch ihn festzuhalten, bis die Streifenwagenbesatzung aus Brackwede eintraf.
Bei dem Festgenommenen handelte es sich um einen 18-jährigen Mann aus Senne. Bei der Durchsuchung seines Zimmers wurden tatsächlich im Bettpfosten 21 Pillen gefunden und sichergestellt.
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Was soll man dazu sagen?