Auf der Gladbach-Homepage steht heute anläßlich des Spiels gegen Arminia ein interessanter Bericht über "Kozze".
http://www.borussia.de/de/boru…,185,0,newsid-122468.html
Da ist z.Bsp. zu sehen, dass Kozze auch zu seiner Gladbacher Zeit schon nach dem Spiel eine Fahne geschwenkt hat.
Hier der komplette Text:
04.03.2006
Stammkraft in Bielefeld
Mit Wehmut verließ er Borussia, bereut hat Bernd Korzynietz seinen Wechsel aber nicht. Morgen spielt er zum ersten Mal im fremden Trikot in Gladbach.
Bernd Korzynietz fühlt sich in diesen Wochen an seine Zeit bei Borussia Mönchengladbach erinnert. Die sportliche Performance seines neuen Arbeitgebers Arminia Bielefeld ähnelt doch stark dem, was der 26-jährige Rechtsverteidiger in den letzten Jahren in Gladbacher erlebte. „Wir bekommen nach jedem Spiel viel Lob und tolle Kritiken für unsere Leistungen, haben aber unter dem Strich zu wenige Punkte geholt“, sagt „Kozze“. Mit zwei Siegen aus den letzten Heimspielen gegen Stuttgart (2:1) und Dortmund (1:0) korrigierten die Arminen aber auch diese Bilanz.
Nach sechs Jahren bei Borussia wechselte Bernd Korzynietz im letzten Sommer zu den Ostwestfalen. 1999 war er von Rainer Bonhof an den Bökelberg geholt worden, Hans Meyer machte ihn zum Stammspieler, Korzynietz erlebte mit dem VfL den Aufstieg 2001, setzte sich auch in der Bundesliga durch und wurde schließlich von Ewald Lienen vom Rechtsaußen zum Rechtsverteidiger umgeschult. „Ich hatte eine wunderbare Zeit in Gladbach. Das werde ich nie vergessen. Ich habe Borussia mit Wehmut verlassen“, sagt Korznyietz, „doch ich bereue den Wechsel nicht“. Es sei nach sechs Jahren einfach an der Zeit gewesen, etwas anderes zu probieren. Zudem habe er in seinem letzten Jahr bei Borussia nicht mehr das Gefühl gehabt, gebraucht zu werden.
Immer in der Startelf
Nun spielt er also für Arminia Bielefeld – und das äußerst erfolgreich. Keines der bislang 27 Pflichtspiele (23 in der Bundesliga, vier im Pokal) hat er verpasst, immer gehörte er zur Startformation von Trainer Thomas von Heesen. „Es läuft für mich persönlich wirklich gut hier“, sagt er, „ich habe neue Menschen kennen gelernt und eine neue Art des Fußballs. Die Stimmung in der Mannschaft ist super, privat ist alles in Ordnung, ich fühle mich wohl in Bielefeld.“
Dazu trägt sicher auch bei, dass die Arminia auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg eine bessere Rolle in der Bundesliga spielt, als viele das erwartet hatten. Nach dem Weggang von Trainer Uwe Rapolder befürchteten doch viele einen Absturz der Bielefelder und eine baldige Rückkehr in die 2. Liga. Doch unter Rapolders Nachfolger Thomas von Heesen, zuvor Sportdirektor bei der Arminia, knüpfte die Mannschaft nahtlos an die guten Leistungen der vergangenen Saison an. Platz elf nach der Hinrunde, dazu im DFB-Pokal im Halbfinale (bei Eintracht Frankfurt), Arminia Bielefeld ist ohne Frage eine der positiven Überraschungen dieser Spielzeit. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt momentan sieben Punkte und Bielefeld wird kaum einmal genannt, wenn es um potenzielle Abstiegskandidaten geht. „Das spricht ja auch für uns“, sagt Bernd Korzynietz, „aber wir müssen aufpassen. Ich möchte nicht bis zum Ende zittern. Wir brauchen mal eine kleine Serie von zwei, drei Siegen hintereinander.“
„Taktisch macht uns keiner etwas vor“
Ordnung und Disziplin sind zwei Worte, die häufig genannt werden, wenn nach den Gründen für die Stärke der Bielefelder geforscht wird. „Taktisch macht uns keiner etwas vor“, meint der defensive MittObwohl die Hinrunde gut lief, legten Arminias Verantwortliche in der Winterpause nach und verstärkten die Mannschaft: mit Artur Wichniarek, der von Hertha BSC Berlin nach Bielefeld zurückkehrte, und mit U21-Nationalspieler Ioannis Masmanidis, einem der auffälligsten Spieler in der 2. Liga, der vom Karlsruher SC geholt wurde. Inzwischen verfügt die Arminia über erstaunliches Potenzial, spielt in der Bundesliga entsprechend auf – und wird doch das Image der grauen Maus nicht los. Selbst in der eigenen Stadt trauen die Fans der positiven Entwicklung offenbar nicht recht über den Weg. Etwas mehr als 21.000 Zuschauer kommen zu den Heimspielen in die Schüco-Arena, nur in Leverkusen, Wolfsburg und Mainz sind es weniger.
Auch Bernd Korzynietz hat festgestellt, dass hier vieles „eine Nummer kleiner“ ist als zum Beispiel bei Borussia: „Aber das hat auch seine Vorteile. Die Medien sind hier nicht ganz so hektisch wie in Gladbach. Wir können in Ruhe arbeiten.“ Das tun sie ganz offensichtlich in Bielefeld. Und als graue Maus im Mittelfeld lebt es sich allemal besser als in den Niederungen des Tabellenkellers.
elfeldspieler Michael Fink, der mit seinem Nebenmann Rüdiger Kauf und der eingespielten Viererkette mit Bernd Korzynietz, Heiko Westermann, Marcio Borges und Markus Schuler einen kompakten und gut funktionierenden Defensivblock bildet. Für die offensiven Momente sorgen starke Individualisten: der Albaner Fatmir Vata, der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Südafrikaner Sibusiso Zuma und der ghanaische Torjäger Isaac Boakye, der in den ersten vier Rückrundenspielen jeweils ein Tor erzielte und sich begründete Hoffnungen macht, sein Land im Sommer bei der WM vertreten zu dürfen.