Beiträge von siese

    Anders als andere Zeitungen nimmt die FAZ heute das Spiel nicht nur zum Anlaß für eine Berichterstattung über den FC Köln und dessen Personalpolitik, sondern es gibt auch einen Beitrag über TvH. In die - gewohnt gute - Berichterstattung der FAZ mischt sich allerdings ein unangenehmer Beigeschmack, wenn über "Alm-Fanatiker" berichtet wird, die den in den Mannschaftsbus geeilten Rapolder mit Rufen wie "arbeitslos arbeitslos" begleiten. Sowas ist sicher etwas image-schädigend. Da sollte sich mancher eher an der Außendarstellung von TvH orientieren.

    Zitat

    Original von Masupilami
    was ein super bericht über thommy!
    zitat fink: "ich kann mir keinen besseren trainer vorstellen"


    super gespräch!
    ich find in von heesen haben wir einen, der sich mehr als 100% mit dem verein identifiziert! da sollte der vertrag verlängert werden :D


    toller kerl!!!


    Absolut meine Meinung! Tommy ist ein totaler Gegensatz zu all den Assauers etc. die es so gibt. Er paßt irgendwie total zu Arminia Bielefeld: nicht marktschreierisch, freundlich, zurückhaltend, erfolgreich. Einfach jemand für alle mit etwas mehr Grips in der Birne und weniger Geld in der Kasse. Es dauert nur noch etwas und dann ist Arminia Kult!

    Wenn man nur auf's Ergebnis schauen würde: Gegen einen Abstiegskandidaten, der seit Monaten nicht mehr gewinnt zu Hause 3: 2 zu gewinnen - das ist wirklich keine Sensation.


    Wenn man aber aufs Spiel schaut: das spannendste Spiel seit langem und diesmal auch mit happy end!


    Bei einem Hinrundenrückblick ist mir aufgefallen, dass Arminia häufig so gespielt hat wie Dortmund:
    - in Wolfsburg unentschieden
    - gegen Schalke verloren
    - in Duisburg unentschieden
    - gegen Köln gewonnen
    - in Bremen verloren
    - gegen Stuttgart unentschieden
    - gegen Kaiserslautern unentschieden
    - gegen Bayern verloren
    - in Frankfurt verloren
    - in Nürnberg gewonnen


    Nur fünf von 16 Parteien gingen unterschiedlich aus:


    Dortmund hat in Mainz gespielt , unentschieden
    zu Hause gegen Hamburg unentschieden
    gegen Gladbach gewonnen
    in Leverkusen verloren
    gegen Hannover verloren


    Damit dürfte Arminia das Heimspiel gegen Dortmund gewinnen...

    Zitat

    Original von linke Klebe


    Da würde mir das Transparent "Rapolder - danke für die drei Punkte" besser gefallen. Ansonsten hab ich dem nämlich für nix zu danken, höchstens für 'n gut ausgebildeten Kamm, den ich im Mai hatte.


    OK.:" Rapolder wir danken dir - für die drei Punkte hier!"

    Zitat

    Original von sek-ger.
    hab vorhin gelesen das rapolder mit einem positiven, dankbarem empfang rechnet...wenn er sich da mal nicht täuscht!!!!! :D :wall: :pillepalle: :baeh:


    Vielleicht findest du das jetzt bescheuert, aber warum nicht? Wäre doch ein gutes Zeichen von Bielefeld: Rapolder wird trotz der unerfreulichen Trennung in Bielefeld freundlich empfangen und nach der Niederlage seiner Mannschaft vom 1. FC Köln entlassen. Welcher Verein steht dann besser da? M.E. wäre ein freundlicher Empfang echte Sympathiewerbung für Arminia! Besser als durch einen solchen Empfang könnte man dem FC Köln gar nicht schaden, zumal das sicher aufmerksam registriert würde! Ein großes Transparent: "Rapolder-wir danken Dir!" und dann werfen ihn die Domstädter raus!

    In Tschechien scheint es echte Arminia Fans zu geben:
    Z.B. Miroslav ŠKODA
    dessen Lieblingsverein Arminia und dessen Lieblingsstadion die Schüco Arena zu sein scheint. Allerdings ist das geraten, denn ich kann kein Tschechisch und GÓLY (= Tore?) schießt er offenbar auch nicht soviele.

    "Dass der 1. FC Köln einen Neustart braucht, steht nach dieser Hinrunde außer Frage. Dass es mit dem Rauswurf des Trainers allein nicht getan sein wird, sollte den Verantwortlichen ebenso klar sein."


    KStZ

    Frauen und kleine Kinder anpöbeln gehört sich nicht, ganz meine Meinung, zumal ich mich in Begleitung meines 12 jährigen Sohnes bei Auswärtsspielen auch nicht gern anpöbeln lasse.
    Beim Umgang mit Herrn Herford sehe ich das etwas anders. Da ist nicht Toleranz angesagt, sondern Ignorieren. Denn er legt es doch auf die Provokation an und amüsiert sich wahrscheinlich köstlich über die empörten Statements der von ihm offenbar verachteten anderen Fans. Mit jeder Beleidigung tut man ihm einen Gefallen und sich selbst nicht.

    Ich verstehe das Gejammere hier nicht so ganz: Das Spiel der Arminia war nicht schlecht. Spannend bis zuletzt, leider mit dem falschen Ergebnis. Hätte mit Glück auch ein 1:1 sein können und ehrlicherweise auch mit Pech ein 0:2. Was die Mannschaft geleistet hat, war - vor allem gemessen an der Personallage - dennoch toll, von einzelnen Aussetzern mal abgesehen. Gefallen haben wir vor allem Matze und Dammeier.


    Wer ernstlich erwartet, dass Arminia einen Gegner wie Schalke dominiert, und dabei noch gar schön spielt etc, dem ist m.E. nicht zu helfen. Und wer das Spiel der Arminia gar für "lächerlich" hält hat m.E. keinerlei Sinn für die reale Situation der Arminia. Ich halte das, was TvH und die Mannschaft liefern für grandios - gemessen an dem Verletzungspech und den personellen und finanziellen Möglichkeiten. Jawohl, ich halte das für grandios!


    Aus den nächsten zwei Spielen vier Punkte und jeder könnte total zufrieden sein.


    P.S.: Im hiesigen Sonntags-Anzeigenblättchen ist die Überschrift: "Glücklicher Sieg für Schalke"


    PP.S:: Aus der taz NRW:


    Bielefeld ist fast wie Mailand (nicht wie Herford Anm. Siese)


    Schalke 04 siegt mit 1:0 auf der Bielefelder Alm und glaubt beim Gegner Parallelen zum AC Mailand feststellen zu können. Die Arminia aus Bielefeld sieht sich derweil nicht ganz auf Augenhöhe
    AUS BIELEFELD ANDREAS BEUNE


    Bielefeld war ganz schnell ganz weit weg. 1:0-Auswärtssieg, Pflichtaufgabe erfüllt, Haken drunter. Die Gedanken der Schalker Spieler drehten sich bereits kurz nach dem Schlusspfiff um Italien. Draußen, dort wo der Mannschaftsbus der Gelsenkirchener stand, schrien sich Heranwachsende die Seele aus dem Leib, weil ihnen Kevin Kuranyi leibhaftig erschien. Drinnen, in der so genannten "Mixed Zone", setzten sich Kuranyis Kollegen mit dem hohen Geräuschpegel und dem kommenden Dienstag auseinander: Mit dem letzten Gruppenspiel in der Champions League beim AC Mailand, das darüber entscheidet, ob der FC Schalke 04 weiter in der europäischen Königsklasse mitwirken darf oder nur einen Platz im Adelskindergarten UEFA-Pokal bekommt.


    "Es ist ein Traum für jeden Fußballer, im Stadion San Siro zu spielen", schwärmte Schalkes Torschütze Christian Poulsen und präzisierte umgehend, dass für ihn nach der verpatzten WM-Teilnahme Dänemarks nun die Traumwelt Champions League so lange wie irgend möglich erhalten bleiben soll. Mannschaftskollege Marcelo Bordon betonte, dass er unbedingt in Mailand auflaufen will - der Brasilianer hatte in der ersten Halbzeit nicht nur jeden Zweikampf gewonnen, sondern sich auch eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zugezogen, die seine Auswechslung erzwang. "Wir wollten damit auf Nummer sicher gehen", erklärte Trainer Ralf Rangnick: "Für eine Prognose, ob er am Dienstag auch mitspielen kann, ist es aber noch zu früh."


    Schalkes Mittelfeldfadenzieher Lincoln hoffte, dass "Mailand wie Bielefeld spielt, mit viel Pressing, so dass wir Platz für Konter haben". Herausgelöst aus dem Lincoln'schen Kontext ist das ein schöner Vergleich. Einer, den man sich in Ostwestfalen ins Hermannsdenkmal ritzen könnte. Mailand, das ist San Siro, Arrigo Sacchi, Ruud Gullit, Gianni Rivera, Paolo Maldini. Bielefelds Stadion heißt SchücoArena, die Helden der Vergangenheit sind Ernst Middendorp, Frank Pagelsdorf oder "Stopper" Schulz.


    Die Niederlage gegen Schalke hakten die Ostwestfalen ebenso schnell ab wie der Kontrahent den Erfolg. "In den nächsten Wochen treten wir gegen Duisburg und Köln an, das sind sehr wichtige Spiele gegen zwei Mannschaften auf Augenhöhe", meinte Nebojsa Krupnikovic, der nach zweimonatiger Verletzungspause wieder für die Arminia aufgelaufen war. Nach vier sieglosen Partien sind nun wieder Erfolgserlebnisse gefragt, um sich zum Weihnachtsfest nicht plötzlich im Tabellensouterrain wiederzufinden. Während sich Bielefeld nach der unglücklichen Niederlage gegen die Bayern und dem unnötigen Unentschieden in Wolfsburg noch grämen durfte, gab es für vergleichbare Emotionen am Samstag keinen Anlass. "Unser Sieg war aufgrund der zweiten Halbzeit verdient", resümierte Rangnick, und niemand wollte ihm in dieser Einschätzung widersprechen. Bielefeld hatte zwar in der ersten Halbzeit dank gewohnt kompakten Auftritts die favorisierten Gäste nur wenig zur Entfaltung kommen lassen, dem 0:1 von Poulsen in der 51. Minute hatten die Ostwestfalen aber nur in der Schlussphase etwas entgegenzusetzen - die in königsgrauen Trikots spielenden Schalker hätten die Partie zuvor schon längst entscheiden müssen.


    Bielefelds Coach Thomas von Heesen ärgerte sich folglich auch weniger über die Niederlage, als über den erneuten Gegentreffer nach einer Standardsituation: "Das ist schon der 12. oder 13. in dieser Saison." Er verwies aber auch auf die ungleichen Ausgangssituationen. Während seine Elf unter anderem auf Fatmir Vata, Marcio Borges und Marco Küntzel verzichten musste, saßen bei den Gästen Nationalspieler wie Gerald Asamoah, Hamit Altintop und Zlatan Bajramovic auf der Bank. Als deren Chef Rangnick das Stadiongelände verließ und in Richtung des Fahrzeuges schritt, das nunmehr heisere Heranwachsende umzingelt hatten, trug er zwei Bücher in der Hand. Eines davon hatte den Titel: "Träume wagen!". Die passende Lektüre für eine Flugreise nach Mailand.


    taz NRW Nr. 7837 vom 5.12.2005, Seite 3, 138 Zeilen (TAZ-Bericht), ANDREAS BEUNE

    Keine Frage, ein schweres Spiel. S04 hat bislang aber nur ein Tor mehr geschossen als Arminia. Dass man sie wegputzen kann, hat Frankfurt vorgemacht. Deshalb mein Tipp:
    3:0 für die Arminia!
    Frühes Tor von Westermann nach einer Ecke.
    Dann 85 Minuten erfolglose Angriffsbemühungen der Schalker.
    Durch zwei Konter erhöhen Zuma und Vata auf 3: 0!
    In der Sportschau wird anschließend nur über das schlechte Spiel der Schalker berichtet.
    Hain kommt im Kicker in die Elf des Tages.
    So kommt es wirklich!

    Die Gästefans wissen ja gar nicht, wo die Bielefeld-Fans stehen. Wenn man online bestellt, dann erfährt man darüber nur dann etwas, wenn man auf die Preisliste klickt. Wenn man nur den Block aussucht, dann erfährt man darüber gar nichts. Das ist bei anderen Vereinen ganz anders.
    Deshalb sollte auf jeden Fall die Darstellung im Internet für die Gäste etwas informativer sein.

    Ich war schon froh, dass ich in Wolfsburg überhaupt ankam, denn der Bahnverkehr im Telgte-Land ist derzeit Glücksache.
    Und im Vergleich zu meiner Horrorvorstellung, die Nacht in einem Luftschutzbunker irgendwo an der verschneiten Transportstrecke zu verbringen - wie das einige Leute tun mußten, die ich am Anfang meiner Reise im hiesigen Hbf sah -war das Spiel nicht wirklich schlecht. Arminia war die bessere Mannschaft. Ein Tor mehr wäre drin gewesen und hätte dem Spiel gut getan. Am Ende fand ich das 0:0 o.k. denn ein Tor am Schluß häötte wohl Depressionen in der Mannschaft ausgelöst.
    Was bleibt ist der Horror vor Wolfsburg. Ich war das erste mal da. Die "Innenstadt" ist gar nicht vorhanden. Der erste Würstchenstand bietet "Kinder-Pferdewurst" daneben lockt ein Juwelier, doch "Zahngold auch mit Zähnen" zu verkaufen und das Stadion ist nicht nur in jeder Hinsicht kalt, sondern wirkt wie eine mittelalterliche Kirche: Auf der Haupttribüne, fein abgerenzt die Chefs, deren Untergebene auf dem Fanblock, die am Wochende noch das Gefühl haben, dass ihnen ihr Arbeitgeber mit dem Spiel einen ausgetan hat. Auf dem Rückweg zum Bahnhof dann der Kommentar von enttäuschten Wolfsburgern über ihre Mannschaft "denen sollte man das Gehalt kürzen, wenn sie keien Leistung bringen", derselbe Spruch, den sie selbst jeden Tag in den Werkhallen ihres Arbeitgebers hören, dem gleichzeitig "ihr" Fußballverein gehört. Eine perverse Fußballwelt in Wolfsburg. Wie Brot und Spiele im alten Rom, - nur eben deutlich kälter.
    P.S.: Und das Bier ist alkoholfrei wie der "Glühwein" - einfach ohne jede Kultur
    PP.S.: Wer speilt für Borges?.