Ein Tor im Abschiedsjahr
Zuma geht / Buckleys Rückholaktion wackelt / Sadik sagt Ja zum DSC
Unikat (FOTO: W. RUDOLF)
Bielefeld (tzi). Sibusiso Zuma hat das Vertragsangebot von Arminia Bielefeld abgelehnt. "Ich will nicht sagen, dass er zu 100 Prozent weg ist", sagt Detlev Dammeier, "aber es sieht nicht danach aus, dass er bleibt. Wir werden kein neues Angebot nachschieben." Dem Vernehmen nach forderte Zuma (1 Tor in der Saison 07/08 bei 20 Einsätzen) über seinen Berater Rob Moore einen Zweijahresvertrag, Arminia soll ein Jahr offeriert haben.
Dass der bald 33 Jahre alte Südafrikaner Arminia nach drei Spielzeiten verlassen wird, gefährdet auch die geplante Rückholaktion von Delron Buckley. Denn Zumas Stürmerkollege und Landsmann wird ebenfalls von Moore beraten – und der ist erst einmal schlecht auf den DSC zu sprechen. "Er hat verärgert auf unser Angebot reagiert", bestätigt Sport-Geschäftsführer Dammeier Moores Verstimmung. "Nichtsdestotrotz" sei er "optimistisch". Die Zuversicht gründet sich auf die persönliche Beziehung, die "Dammi" als Teamkollege Buckleys seit der Saison 2004/05 hat, und darauf, dass der Linksfuß zu einer selbstständigen Entscheidung kommt. "Eigentlich müsste ihn schon beeinflussen, dass er bei Arminia seine beste Zeit hatte", sagt Dammeier. 15 Tore hatte der Linksfuß damals für den DSC erzielt.
Für eine festgeschriebene Bagatell-Ablöse von 425.000 Euro wechselte er vorzeitig nach Dortmund. Ob die weichen Argumente bei Buckley wirken, würde Dammeier gerne von ihm persönlich erfahren. Die Kontaktaufnahme gestaltete sich aber wegen der Länderspielreisen des Südafrikaners schwierig: "Er ist unterwegs nach Sierra Leone, und so versuche ich ab und zu auch mal vergebens, ihn zu erreichen.
Geklärt sind hingegen seit gestern die Verhältnisse im Fall des gesuchten zentralen, großgewachsenen Stürmers. Arminia konzentriert sich auf die Verpflichtung des 21-jährigen finnischen A-Nationalspielers Berat Sadik (FC Lahti) und hat die Bemühungen um Adam Nemec (zuletzt von Zilina, Slowakei, an Aue ausgeliehen) eingestellt. Das finanzielle Gesamtpaket von Ablöse und Gehalt stieg und stieg und stieg. "Bei ihm sagte mir das Bauchgefühl am Ende, dass es nur ums Geld geht. Und ich möchte Spieler holen, die sich mit dem Verein und seinen Zielen identifizieren", erklärt Dammeier.
Bei Sadik scheint das der Fall zu sein. "Er will unbedingt zu uns, und auch mit seinem Berater sind wir uns einig." Doch die Ablöse-Verhandlungen mit dem FC Lahti, wo Sadik noch bis Jahresende unter Vertrag steht, entwickeln sich laut Dammeier "schwierig". Also übt sich der Sport-Geschäftsführer in Geduld und sucht fleißig nach Alternativen für den Fall weiterer Absagen
Wenn ich lese das Buckley schon verärgert auf das Angebot reagiert muss ich fast kotzen 