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Beiträge von x-bergarmine

    Auch ich gehe fest von einem deutlichen Sieg aus, unsere Mannschaft hat einen qualitativen Sprung nach oben gemacht und ein Trainerteam, welches endlich mal flexibel auf Gegner und Spielsituation reagiert.

    Wenn wir nicht Anhänger von Arminia Bielefeld wären, würde ich dir uneingeschränkt zustimmen. ;)


    Ich bin aber auch nicht weniger zuversichtlich. Nur wenn hier bereits über die Höhe des Sieges spekuliert wird, wird es heikel.

    Cottbus schon wieder in Führung. Pelé Wollitz macht das im Moment richtig gut. Ich glaube trotzdem nicht an einen Durchmarsch. Oder der Trainer hat noch mal deutlich dazugelernt.

    Verhalten sich die ostdeutschen Fans denn auch gegenüber anderen ostdeutschen Fans so aggressiv oder nur gegen "Wessis"?

    Irgendwo gab es doch neulich auch in der Regionalliga Ost Stress.

    Untereinander sind die ich auch nicht grün. Ich war letztes Jahr beim Regionalligaspiel BFC Dynamo vs. Energie. Es wäre beinah zum Spielabbruch gekommen, weil die BFC-Ultras den Staff von Energie handgreiflich bedroht haben. Man sah Pele Wollitz an, dass er auf 180 war und gerne physisch mitgemischt hätte. Auch bei Spielen gegen Babelsberg kam es schon zu Ausschreitungen. Die Anhänger von BFC verorten sich politisch eher rechts, während im Anhang der POtsdamer zahlreiche Autonome aktiv sind. .


    Die BFC-Hools waren bereits zu DDR-Zeiten sehr berüchtigt. Die Aktionen im Stadion waren zum Teil aber auch sehr lustig. Bei Spielen in der Provinz wurde u.a. von den Berliern gesungen "wir haben Bananen und ihr nicht!" und sowas. Durch die Nähe zur Stasi waren bestimmte Anhänger sehr privilegiert. Auch die Feindschaft zu den Unionen rührt daher.


    Tja, Auswärtsspiel in Dresden, da ist eigentlich immer was los. Ich sehe das mit den Fans etwas differenzierter. Die haben viele tolle Fans, die eine super Stimmung machen. Leider haben die auch einen größeren prozentualen Anteil von völlig asozialen Fans, die einfach nur randalieren und Mist machen wollen. Leider sind es dann diese negativen Fans, die ein negatives Bild von Dynamo Dresden in der Öffentlichkeit verfestigen.

    Danke für die Unterscheidung. Das sehe ich ähnlich. Ich habe mir vor den Spielen die Stadt angeschaut und war sehr begeistert, heißt ja nicht umsonst Elbflorenz. Es gibt in Dresden eine Menge extrem entspannter Leute, einzig der Dialekt ist gewöhnungsbedürftig.


    Auch die Fans, die uns um Stadion angemacht haben, waren damals deutlich in der Minderheit. Trotzdem habe ich die Art und Weise schon als krass beleidigend und auch durchaaus beunruhigend empfunden. Da ich aufgrund der geografischen Lage meines Wohnorts die Arminia bereits in einige ostdeutsche Stadien begleitet habe, habe ich ja auch zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten. Dresden ragte schon sehr negativ heraus.


    Die ostdeutschen Fans zahlreicher Vereine haben sich selber durch ihr wiederholtes Fehlverhalten und ihre Radikalisierung in ein extrem ungünstiges Licht gestellt. Es wird schwer, diesen schlechten Ruf wieder los zu werden. Es ist diffus, was damit kompensiert werden soll.

    Ganz ehrlich: ich freue mich ganz besonders auf die Pyroshow und hoffe die Dresdner zünden wieder ordentlich was ab. :)


    Ich war zweimal in Dresden, da geht im Stadion richtig die Post ab. Leider sind die Sachsen teilweise echt beleidigend, was ich komplett daneben finde. Wie man vor einem großen Publikum spielt, sollte die Mannschaft aber inzwischen drauf haben. Und die Dynamos schaffen es ja immer wieder, sich selber in entscheidenen Momenten ein Bein zu stellen. Von daher: volle Pulle auf Auswärtssieg! :arminia:


    Tabellenführer!!!!!

    Soll jetzt keine Rechtfertigung für das Fehlverhalten des Spielers sein, aber vermutlich ist er homophob und er muss sich durch die Abwertung anderer eigene psychische Defizite ausgleichen. Keine Ahnung was in der Ablehnung solchen Verhaltens woken sein soll. Das ist so ein politischer Kampfbegriff, der alles und nichts aussagt. Und bitte nicht vergessen: auch der Verein unseres Herzens tritt offensiv für Diversität, Frauenemanzipation und die Rechte von Minderheiten ein. Sogenannte „alternative“ Narrative sind mit den Vereinsstatuten schwer vereinbar. Das finde ich gut so.

    Sein Vater würde ihn vermutlich gerne mal im Trikot von Besiktas sehen. In seinem Ladengeschäft hatte er ein riesiges Graffitti mit dem Logo. Aber wer weiß, vielleicht würde er ja eins von Arminia dazusetzen.

    Ich zitiere mal aus dem §2 der Satzung des DSC Arminia Bielefeld e.V. Stand: 21.11.2022.


    Zitat

    Der Verein ist politisch und weltanschaulich neutral. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen

    diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entgegen. Er verurteilt jegliche Form von Gewalt, unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexualisierter Art ist. Insbesondere die Rechte und der besondere Schutz von Kindern sind zu achten. Der DSC Arminia Bielefeld e.V. kennt seine hohe soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung und versteht sie als Auftrag. Der Club etabliert dieses Bewusstsein in seinem Handeln und setzt sich aktiv dafür ein, ein nachhaltiges Handeln in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht in allen Abteilungen des Vereins umzusetzen.


    Offenbar ist in Bielefeld und OWL der woken-Virus ausgebrochen. Interessant ist nämlich auch, was der Verein zum Thema "VerantwortungVielfalt verlautbaren ließ:


    Verantwortung/Vielfalt


    Dahinter stehe ich zu 100%. Den hohen Stellenwert, den Arminia diesen Themen zumisst sollten sich einige mal in Ruhe zu Gemüte führen. Vielleicht sieht sich der eine oder andere auch veranlasst, die Fanbase aufgrund des Statement zu wechseln.


    Es ging in der Kritik an X (Twitter) nicht um offizielle Beiträge der Vereinsführung oder von Fans, sondern mir ging es darum, ob die genannte Plattform noch die richtige Umgebung der Arminia ist oder ob man sich vielleicht besser andere Kanäle sucht.





    Die Arminia Bubble ist auf X politisch komplett sauber ohne irgendwelche radikalen oder extremen Querschläger, würde einen Rückzug daher kein wenig verstehen.


    Einer der Vereine die sich zurück gezogen haben provoziert ja gerne auch an den politischen Rändern, da braucht man sich dann auch nicht wundern, dass es aus dem Wald heraus schreit wie man hinein Schreit.


    Das soll's von mir dazu gewesen sein.

    Genau. Einfach so paralysiert weitermachen wie die lokale Presse.


    Hochwald-Physio


    Solange die Mitglieder nicht verbal gegenseitig aufeinander einschlagen oder unbeteiligte Dritte beleidigt werden, gibt es für mich kennen nenneswerten Anlass, wofür der Betreiber in irgendeiner Weise zur Haftung herangezogen werden könnte. Oder könntest du einen nennen?

    Bratwurstfan

    Ich bin eine humorvolle Person und kann auch herzlich über meine gelegentliche Schusseligkeit und selbst begangene Eseleien lachen. Trotzdem würde ich es mir verbitten, in der Öffentlichkeit beleidigt oder an den Pranger gestellt zu werden. Entgegen anders lautenden Gerüchten hat übrigens nicht der "Schwachkopf" sondern die bayrische Polizei die Hausdurchsuchung veranlasst.


    Fonzie

    Ein sehr lobenswerter Beitrag. Wenn Deine Vermutungen stimmen, dann gibt es in Bielefeld keine kritisch-unabhängig berichtenden Lokalmedien mehr. Die Sportredaktionen vom WB und der NW wären dann quasi Filialen der PR-Abteilung Arminias. Den Eindruck habe ich auch häufig und es wundert mich nicht, dass sie durch den deutlich wahrnehmbaren Qualitätsverlust immer mehr Leser verlieren.


    Mit dem Presserecht und dem Schutz von Persönlichkeitsrechten ist die Zurückhaltung gar nicht vereinbar. Die Spieler der Arminia sind durch die Bank sog. "Personen des öffentlichen Lebens", für die andere Regeln in der Berichterstattung gelten. Ich habe dazu einen lesenswerten Artikel gefunden, der Ausnahmen aufführt:


    Grenzen der Berichterstattung über Privates


    Für eilige Leser, hier ein Auschnitt aus dem Absatz, was über Spielergehälter berichtet werden darf:


    Zitat

    Anderes gilt, wenn Vermögensverhältnisse aufgrund der beruflichen oder gesellschaftlichen Funktion der Betroffenen einer breiteren Öffentlichkeit ohnehin bekannt sind. So ist die öffentliche Bekanntgabe des Gehalts eines Profi-Fußballspielers keine Persönlichkeitsrechtsverletzung. Die Einkommensstrukturen in dieser Branche sind schließlich allgemein bekannt.

    Gleiches gilt für Vertragsdetails oder Verletzungen, die im Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen. Aber wenn es keine kritsche Öffentlichkeit mehr gibt, gibt es auch keine Diskusionen. In Berlin wäre das undenkbar.


    Gönner  Hitchcock


    Ihr habt die Problematik von Social Media sehr gut dargestellt. Dem kann man kaum noch was hinzufügen. Ich kann auf diese Form von libertärer Meinungsfreiheit gut verzichten und würde es unterstützen, wenn mein Verein sich dort ebenfalls zurückziehen würde.


    Einen Punkt habe ich noch auf der Agenda. Ich finde es sehr bedauerlich, dass die einzige Kandidatin nicht in den Ehrenrat gewählt wurde. Immer wenn ich in Stadion gehe, nehme ich eine zunehmend anwachsende weibliche Anhängerschaft wahr. Ich vermute, die bewerten und sehen manche Dinge etwas anders als die männlichen Kollegen. Von daher fände ich es gerecht, wenn deren Anliegen auch vereinsintern sichtbar gemacht und auch entsprechend durch Personen repräsentiert würde. Ist aber nur eine Anregung.

    Wurde auf der JHV der weitere Umgang mit sozialen Netzwerken wie X / Twitter thematisiert? In der NW stand dazu heute ein Artikel (leider hinter der Bezahlschranke), dass 2 Bundesligisten ihren Account dort deaktiviert haben. Mich würde in dem Zusammenhang interessieren, wie sich der Verein zu Themen wie Verbreitung von Hass, Fakenews, Gerüchten und Verschwörungstheorien aufgestellt hat.


    Außerdem würde mich interessieren, ob jemand Informationspolitik des Vereins mal kritisch hinterfragt hat. Bei anderen Vereinen ist es doch durchaus üblich, das über Verletzungen von Spielern, Vertragsdauer, Gehälter und son Gedöns zum Teil offen berichtet und diskutiert wird.

    Alkoholkonsum sieht man allerdings auch rund um das und im Stadion. War das auch Thema?

    Ich habe das Gefühl, der Alkoholkonsum wird von Vereinsseite sogar gefördert.


    Kann mach da aber auch irren...

    Du irrst dich. Ganz bestimmt. :)


    Es wäre in dem Zusammenhang auch mal interessant zu erfahren, zu wievielen durch den Suff bedingte Schlägereien und anderen Auseinandersetzungen es pro Spiel und Spieltag so kommt.


    Ich bin sehr froh, dass dieser Popanz mit dem Verbot endlich gefallen ist, denn so fällt es meinem Doc deutlich leichter, mir entsprechende Rezepte auszustellen. Schräge Blicke vom Apotheker gibt es seitfdem auch nicht mehr. In Schulen, im Zusammensein mit Kindern aber auch in Stadien bzw. auf Sportplätzen würde ich es auch gar nicht verdampfen wollen.

    Danke für den ausführlichen Beitrag, Marco. Ich sehe das genauso. Jeder der sich in einem Verein, einer Partei oder anderen Organisation engagiert, weiß, dass das gelegentlich sehr anstrengend sein kann. Zudem bekommt man nie zu 100% durchgesetzt, was man gerne möchte, sondern muss auch in der Lage sein, Kompromisse einzugehen oder Niederlagen einzustecken. Viele können das anscheinend nicht mehr.